Spiele: Freizeitspaß für die ganze Familie
Für Familien mit Kindern gibt es unzählige Spiele für alle Altersstufen. Die meisten Gesellschaftsspiele sind eine Mischung aus Glücksspiel und Strategie, Glücksspiel und Handlung oder Glücks- und Denkspiel. Seit 1979 verleiht eine Jury aus unabhängigen Spielekritikern jedes Jahr Preise für Spiele, die sich durch Spielidee, Ausführung und Spielbarkeit auszeichnen. Zu den prämierten "Spielen des Jahres" gehören z.B. "Die Siedler von Catan", "Das kleine Gespenst", "Der Palast von Alhambra" oder "Hase und Igel".
Generell lassen sich Gesellschaftsspiele in folgende Hauptgruppen einordnen:
Würfeln, Ziehen, Schlagen: Die Ursprünge liegen im indischen Nationalspiel „Pachisi" und dem koreanischen Spiel „Nyout". Beliebt in Deutschland sind z. B. „Mensch ärgere dich nicht", „Fang den Hut" und „Malefiz".
Würfeln und Zurückziehen: Diese Spiele haben sich aus „Senet", einem 5000 Jahre alten Laufspiel aus Ägypten entwickelt. „Backgammon" wurde erstmals 1645 in England erwähnt und wird auch in Deutschland viel gespielt. Für kleine Kinder ist diese Spieleform noch nicht geeignet.
Spiral- oder Schlangenlaufspiele bilden die Basis für heutige Gesellschaftsspiele wie das „Gänsespiel" und das „Leiterspiel".
Bei Glücksspielen bestimmt nur das (Würfel-)Glück den Spielverlauf, z.B. in Lotterie und „Bingo" (Zahlenlotto) oder Bilderlotto für Kinder.
Wettrennspiele: Wettrennen mit Pferden oder Fahrzeugen aller Art als Brettspiel wie „Pferderennen", „Das Millionenspiel", „Hase und Igel".
Domino-Legespiele: Die Spielsteine mit Punktsymbolen wurden wohl aus dem Kartenspiel entwickelt. Heute spielt man „Domino", „Triomino" und „Rummikub".
Buchstaben- und Sprachspiele wie „Letramix" und „Scrabble" haben ihre Ursprünge im Anagramm und im Kreuzworträtsel.
Bei Wirtschaftsspielen werden wirtschaftliche Grundprinzipien wie Preis, Eigentum, Markt und Wettbewerb spielerisch umgesetzt. Beliebt sind „Monopoly", „Die Siedler von Catan" und das „Börsenspiel".
Typische Elemente einer Jagd, wie Suchen, Aufspüren, Verfolgen sind im Krimispiel verankert. Vorläufer waren Abenteuer- und Kriminalromane. Bekannt sind heute „Cluedo", „Scotland Yard", „Hexentanz".
Bei Historien- und Fabelspielen sind Märchen, Sagen und historische Szenarien Hintergrund der Spielidee: „Sagaland", „Elfenland" und „Herr der Ringe".
Setzspiele: Klassische Brettspiele ohne Zufallscharakter wie „Go" stammen als „Weiqi" aus China und entstanden dort etwa um 700 v. Chr. Heute spielt man „Go", „Vier gewinnt" und „Twixt".
Dame ist ein uraltes Brettspiel, für das es seit dem 19. Jahrhundert Meisterschaften und Turniere gibt. Die Ursprünge werden in Ägypten, Spanien oder Südfrankreich vermutet. In Amerika heißt es „Checkers", in England „Draughts". Aus Dame-Spielen entwickelten sich Turmspiele wie „Focus" und „Torres".
Mühle-Spiele gehören zur Familie der „In einer Reihe-Spiele", bei der Figuren zunächst gesetzt, dann gezogen und geschlagen werden. Sie gehören zum ältesten Spielgut der Menschheit.
Schach gilt als bekanntestes Spiel der Welt. Nach international gültigen Regeln werden Turniere und Meisterschaften ausgetragen. Vorläufer ist vermutlich „Caturanga", ein indisches Brettspiel aus dem fünften Jahrhundert.
Beim Halma werden eigene Figuren durch Ziehen und Springen auf die andere Seite des Spielbrettes gebracht, ohne gegnerische Figuren dabei zu schlagen. Halma wurde 1883 vom amerikanischen Chirurgen George Howard Monks erfunden.
Geschicklichkeitsspiele: „Mikado", „Angelspiel", „Jenga".
Zu den Frage- und Antwortspielen gehören z.B. „Denk-Fix", „Trivial Pursuit", das „Millionenquiz" oder "Tabu".
Knobelspiele werden nur mit Würfeln, Bleistift und Papier gespielt. Sie sind über 4000 Jahre alt und wurden früher vor allem als Glücksspiele mit Geldeinsatz gespielt. Bekannt sind „Yatzi", „Kniffel", „Chicago" oder „Einundzwanzig".
Kartenspiele zählen zu den ältesten Gesellschaftsspielen. Bekannt sind „Skat", „Binokel", „Rommé", „Bridge", Quartettspiele, „Poker" und „Canasta".
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